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Das Unternehmen DKW, anfangs als Abkürzung für Dampf Kraft Wagen, wurde 1904  ins Chemnitzer Handelsregister eingetragen. Anfangs baute man Dampfmaschinen und Haushaltsgeräte. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs bemühte sich der Gründer Rasmussen um Militäraufträge und fabrizierte Zünder, wodurch das Unternehmen 1915 rund 480 Arbeitskräfte beschäftigte. Die deutschen Militärbehörden finanzierten die Entwicklung eines Dampfkraftwagens, dessen Initialen Rasmussen als Warenzeichen schützen ließ. Das Interesse an dieser Technik ließ nach dem Krieg aber stark nach, so dass die Produktion 1921 eingestellt wurde.
Im selben Jahr wurde allerdings der aus dem Zweitakt-Spielzeugmotor „Des Knaben Wunsch!“ (auch DKW) weiterentwickelte und vergrößerte Fahrradhilfsmotor „Das Kleine Wunder“ (wieder DKW) zum Verkausfsschlager. Der 1-PS-Motor wurde hinter dem Fahrradsattel auf den Gepäckträger montiert und fuhr laut Werbung „bergauf wie andere runter!“ Im Volksmund hieß er „Arschwärmer“. Rasmussen baute 1920 mit einem Motor auf dieser Basis das erste DKW-Automobil, das allerdings nicht in Serie ging.
1921 wurde der „Golem“ des Berliner Motorradfabrikanten Eichler, ein Zweirad mit dem 1-PS-Motor von DKW, in das Programm aufgenommen. Seine Fahreigenschaften überzeugten jedoch nicht. So brachte Eichler ein Jahr später das Sesselmotorrad „Lomos“ heraus, ein Vorläufer des Mototrrollers, das als eines der ersten Motorräder eine Hinterradfederung hatte.
Ab 1922 stellte DKW in Zschopau Motorräder her. Den Anfang machte das DKW Reichsfahrtmodell mit 1,5 PS mit einem gebläsegekühlten Motor. In den Anfangsjahren wurde die DKW E 206, die für 750 Reichsmark verkauft wurde, zum erfolgreichsten Modell. DKW-Produkte galten als zuverlässig, leistungsfähig und langlebig.
Ab 1928 wurden alle Motorräder bis 200 Kubikzentimeter steuerfrei und konnten ohne Führerschein gefahren werden. Man verkleinerte daher die E 206 zur E 200 mit 198 Kubikzentimetern Hubraum. DKW hatte eine breite Modellpalette an Motorrädern, bis hin zur DKW Supersport 600 mit einem wassergekühlten Zweizylinder-Motor. Die RT 100 wurde zwischen 1934 und 1940 rund 72.000 Mal gebaut und war das erfolgreichste Vorkriegsmodell von DKW.
Ab 1932 baute DKW eine neuartige Technik zur Verringerung des hohen Benzinverbrauchs von Zweitaktmotoren in seinen Motorrädern ein und erwarb die alleinigen Rechte für die Nutzung in Ottomotoren. Durch den Verkauf von Lizenzen fuhr DKW damit saftige Gewinne ein. Neben Motorrädern baute DKW auch erfolgreich Autos. So führte DKW als neue Technik erstmals den Frontantrieb in der Serienproduktion bei Autos ein.
Die DKW RT 125 wurde zum bekanntesten Motorrad von DKW. Sie ging 1939 in Serie und wurde wegen ihrer Wendigkeit von der Wehrmacht eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung Deutschlands wurde die Maschine mit kleineren Verbesserungen im Osten vom Industrieverband Fahrzeugbau (IFA) weitergebaut, im Westen von der neu gegründeten Auto Union.
In den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts wurde DKW zum bedeutendsten Motorradhersteller der Welt. 1928 wurden 65.000 Motorräder der Marke DKW verkauft. Im selben Jahr kaufte man die Audiwerke AG Zwickau dazu. Die vier Ringe im heutigen Logo von Audi symbolisieren übrigens die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer, die damals in der 1932 in Chemnitz gegründeten Auto Union vereint wurden.
1955 brachte Yamaha ein Motorrad auf den Markt, das der RT 125 bis ins Detail glich. Auf der IFMA 1980 in Köln zeigte Yamaha einen Nachbau dieser „ersten Yamaha“ und bedankte sich in einer Werbeschrift für das „hervorragende Vorbild“. DKW-Motorräder wurden nach dem Krieg im Westen von der Zweirad Union in Nürnberg nur noch in geringer Stückzahl produziert, in der DDR wurde das Stammwerk in Zschopau zum VEB Motorradwerk Zschopau.