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Die Motorradmarke Husqvarna war ein Produktionszweig des schwedischen Konzerns gleichen Namens,
der heute weltweit bekannt ist für seine Geräte für Landwirtschaft und Garten, wie Kettensägen oder
Rasenmäher. Das Unternehmen stellte bereits 1689 in der Stadt Huskvarna Musketen her, seit 1872 baut es
Nähmaschinen, und die ersten Fahrräder wurden 1896 produziert. Bereits im Jahr 1903 baute Husqvarna
das erste Motorrad. Drei Monate vor Harley-Davidson. Nach Royal Enfield, einem britischen
Motorradhersteller, der bereits 1901 sein erstes Motorrad baute und seit 1955 in indischem Besitz ist und
in Chennai (ehemals Madras) sesshaft ist und dort auch Motorräder baut, ist Husqvarna noch vor Harley-
Davidson das am zweitlängsten ununterbrochen Motorräder produzierende Unternehmen weltweit.
Von Anfang an engagierte sich Husqvarna im Geländemotorsport, in dem man 1916 den ersten Sieg beim
schwedischen Novemberkåsan errang, einem der ältesten Motorradwettkämpfe, der seit 1915 veranstaltet
wird. Das erste komplett von Husqvarna selbst hergestellte Modell wurde 1921 vorgestellt. Mit einer
Husqvarna 500 gewann Schweden 1933 in Saxtorp den Europameistertitel, wobei der Fahrer Gunnar Kalén
die gesamte damalige Weltelite bezwang.
Husqvarna ging mit leicht modifizierten Zweitaktern in den Geländemotorsport, wo man in den Sechziger-
und Siebzigerjahren etliche internationale Rennen gewann. Die Fahrer Rolf Tibblin und Bill Nilsson holten
mehrere Titel bei Motocross-Weltmeisterschaften und den Six Days, den Internationalen Sechstagerennen
im Enduro-Sport.
Nachdem seit den Sechzigerjahren in erster Linie Zweitakter im Geländesport verwendet wurden, stellte
Husqvarna 1983 mit der TE 510 den ersten wettbewerbsfähigen Viertakter vor, dem bald andere Hersteller
mit ihren Neuentwicklungen folgten. Husqvarna untermauerte seine Vorreiterrolle in dieser Sparte mit
etwa 70 Weltmeistertiteln.
Im Jahr 1987 verkaufte der Husqvarna-Konzern seine Motorradsparte an den italienischen Hersteller
Cagiva, der später wiederum selbst von MV Agusta übernommen wurde. Die Produktion wurde nach
Varese in Italien verlegt, was aber einige Mitarbeiter nicht akzeptierten und daher in Schweden die Firma
Husaberg gründeten. BMW wollte 2007 mit Husqvarna seinen Offroad-Bereich erweitern und kaufte
Husqvarna Motorcycles von MV Agusta, führte es aber als unabhängiges Unternehmen weiter. Durch
Umstrukturierungsmaßnahmen bei Husqvarna erlitt BMW Gewinneinbußen und verkaufte deshalb 2013
die Markenrechte von Husqvarna an den österreichischen Hersteller KTM, der sich heue Pierer Mobility
nennt. KTM führte die Husqvarna Motorcycle und Husaberg wieder zusammen, das man bereits 1995
übernommen hatte. Das Werk in Varese wurde 2014 von der chinesischen Shineray Group gekauft, aber
BMW baut noch die Ersatzteile für die älteren Husqvarna-Modelle.
2013 begann im österreichischen Mattighofen die Produktion von Husqvarna-Modellen. Die Produktion der
unter BMW gebauten Modelle Nuda 900, TR650 Strada und Terra wurde 2013 eingestellt.